Vermehrung von Blumen

Die Vermehrung von Blumen kann auf drei Wegen erfolgen. Einige Blumen werden durch Blumensamen vermehrt. Andere durch Stecklinge oder Blumenzwiebeln. Viele Sommerblumen werden durch Blumensamen vermehrt. Bekannt dafür sind Sonnenblumen, Margeriten, Astern, Dahlien, Rittersporn, Ringelblumen und Mohnblumen. Gärtner sprechen hier von Saatgut. Je nach Blumenart wird der Samen, zu einem bestimmten Zeitpunkt in die Erde gelegt und gewässert. Bei diesen Blumen handelt es sich um einjährige Pflanzen. Zu den mehrjährigen Blumen, die aus Saatgut gezogen werden, gehören: Pechnelke, Scheinmohn, Pelargonien, Christrose, Akelei, Gartennelken und Primeln. Einige Blumen bilden Ausläufer. Diese kann man abtrennen und hat somit eine neue Pflanze. So bildet der Federmohn zahlreiche Ausläufer, mit denen man alle seine Bekannten versorgen kann. Auch Anemonen werden durch Wurzelausläufer vermehrt.

Die in zahlreichen Zuchtformen vorkommenden Dahlien, können über Stecklinge vermehrt werden. Aus einer Dahlienknolle können zwischen 10 und 20 Stecklinge gewonnen werden, die man einzeln im Gewächshaus mit Erde bedeckt und feucht hält. Das auspflanzen, der bewurzelten Stecklinge, erfolgt erst Ende Mai, da die Pflanzen nicht Winterhart sind. Darum müssen Dahlienknollen auch nach dem ersten Frost ausgegraben werden und frostfrei im Keller gelagert werden.

Unsere Frühblüher sprießen aus Blumenzwiebeln. Blumenzwiebeln pflanzt man meist im Herbst. Die Blumenzwiebeln werden in entsprechender Tiefe eingepflanzt und gewässert. Die Tiefe hängt dabei von der Blumensorte ab. So pflanzt man Tulpenzwiebeln in ca. 7 bis 10 cm Tiefe. Eine Faustregel besagt, dass über der Blumenzwiebel zweimal soviel Erde ist, wie die Zwiebel hoch ist. Kleine Zwiebeln kommen darum auch in 2 cm Erdtiefe. Zum pflanzen kommen nur einwandfreie und gesunde Blumenzwiebeln in die Auswahl. Angefaulte, beschädigte Zwiebeln gehören auf dem Komposthaufen. Beim einpflanzen von Blumenzwiebeln, ist auf den richtigen Abstand zwischen den Zwiebeln zu achten. Durch Blumenzwiebeln werden: Tulpen, Narzissen, Krokusse, Hyazinthen, Lilien und Gladiolen vermehrt. Blumenzwiebeln bilden im Laufe des Jahres Tochterzwiebeln, die man abtrennen kann. Zieht man Tulpen aus Blumensamen, dauert es bis zu 6 Jahre, ehe die erste Blüte zu sehen ist. Eine Vermehrung durch Blumenzwiebeln ist hier also wesentlich Erfolgversprechender und schneller.

Besonders im Herbst und Winter werden gerne Hyazinthen in der Wohnung zum blühen gebracht. Die intensiv, süß duftende, hübsche Blütentraube stimmt in der kalten Jahreszeit schon ein auf den kommenden Frühling. Dazu legt man eine Hyazinthenzwiebel in ein entsprechendes Hyazinthenglas, und füllt dieses mit Wasser. Das Glas stellt man an einen kühlen, dunklen Ort, der rund 10 Grad aufweist. Nach ca.12 Wochen erscheinen die ersten Knospen und das Hyazinthenglas kann an einen warmen Ort aufgestellt werden.

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