Wildblumen und Tierwelt
Die meisten heimischen, Wildwachsenden Blumen stehen unter Naturschutz. Viele von ihnen sind gefährdet oder stehen kurz vor dem aussterben. Der heimischen Tierwelt dienen Blumen als Nahrungsquelle und Lebensbereich. Besonders Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sieht man zwischen den Blumen umherfliegen und Nektar saugen. Gerade, um eine Vielzahl von verschiedenen Insekten zu erhalten, ist eine Blumenreiche Umwelt vom Vorteil. Eine vielfältige Blumenwiese kann bis zu 3500 verschiedenen Tierarten, Nahrung und Unterschlupf bieten.
Wilde Blumen sollte darum nicht gepflückt werden. Viele von ihnen sind außerdem giftig. Andere werden als Heilpflanzen genutzt. Blumenwiesen sind auch ein Lebensraum für viele Tiere. Darum geht der Trend dazu, im eigenen Garten, wilde Blumenwiesen anzulegen. Geeignet sind dafür Blumenmischungen mit Arten wie: Blauer und gelber Eisenhut, Löwenzahn, Ackerrittersporn, Rauhe Nelke, Wilde Malve, Rundblättrige Glockenblume, Gelbes Sonnenröschen, Wiesenwitwenblume und Bunte Kronwicke. Diese Wildblumen sind besonders attraktiv für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Um einen zu starken Graswuchs einzudämmen kann man den Klappertopf anpflanzen. Dabei handelt es sich um einen Halbschmarotzer. Diese Pflanze schließt sich mit an die Wurzeln der Gräser und entzieht ihnen dadurch Nährstoffe und Wasser. Die Gräser werden somit kurz gehalten. Seinen Namen verdankt der Klappertopf, den Umstand, dass seine reifen Samenstände ein klapperndes Geräusch von sich geben, wenn man die Wiese durchstreift. Besondere Gärtnereien, bieten verschiedene Standardmischungen für Blumenwiesen an. Aber auch spezielle Mischungen für trockene, feuchte und schattige Standorte gibt es. Wildpflanzengärtner bieten auch ausgewachsene Wildblumen in Töpfen an.
Möchte man eine Blumenwiese anlegen, sollte man vorerst den Boden gut vorbereiten. Ein Aussäen auf vorhandenen Rasen oder Wiesen ist oft erfolglos. Darum erfolgt die Neuansaat einer Blumenwiese auf offenem Boden. Der Boden sollte nährstoffarm sein und nicht gedüngt werden.
Der beste Zeitpunkt sind die Monate März bis Ende Mai. Wildblumenwiesen mäht man ein- bis zweimal im Jahr. Am besten in Intervallen. So das immer eine Hälfte der Wiese unberührt bleibt und sich Kleintiere dorthin zurückziehen können.
Bis die Wiese aber lückenlos mit Blumen gefüllt ist, kann es schon einmal 3 bis 5 Jahre dauern. Ausdauer ist hier also gefragt. Dafür bekommt man eine bunte unterhaltsame Blumenwiese, auf der man mit seinen Kindern wundervolle Naturbeobachtungen machen kann. Hier kann man Schmetterlingen beim bunten Treiben zuschauen. Auch ist das pflücken eines kleinen Blumenstraußes von der heimischen Wiese, umweltfreundlicher als der Kauf von Blumen aus Gärtnereien.
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